Gesellschafterversammlungen und Besichtigungen der Bürgerwindparks stoßen auf reges Interesse

UFFENHEIM, 28.04.2015 - Die kürzlich statt gefundenen Veranstaltungen zu unseren Bürgerwindparks stießen auf reges Interesse. Während sich die Beteiligten zu ihren Gesellschafterversammlungen in Gollhofen und Equarhofen eingefunden haben, wurde am Windrad in Bernhardswinden zum Tag der erneuerbaren Energien geladen.

Am 17. und 24. April wurden die insgesamt 430 Gesellschafter der beiden Bürgerwindparks Gollhofen/Rodheim und Adelhofen/Gollachostheim über den Geschäftsverlauf des Jahres 2014 informiert.

 

Dort erfuhr man, dass im Windpark Gollhofen/Rodheim die technischen Voraussetzungen bei den sechs Enercon E82 Anlagen voll erfüllt wurden, wies der Park doch eine technische Verfügbarkeit von 99,45% auf. Leider lag der Ertrag aufgrund der Windverhältnisse ca. 15% unter den Erwartungen, wobei sich insbesondere der windschwache November bemerkbar machte. Trotzdem wurden die geplanten Ziele durch die Gesamtausschüttung von 26% nach drei Jahren übererfüllt, wozu auch die Mehrerlöse durch die Direktvermarktung des Stroms beigetragen haben.

 

Der Bürgerwindpark bei Adelhofen/Gollachostheim ging im September 2014 mit drei modernen Binnenwindanlagen des Typs N117 der Firma Nordex ans Netz. Obwohl es in den ersten Monaten noch manche kleineren Probleme gab, die zu Stillstandszeiten geführt haben, konnten auch hier die Erträge die Prognosen erfüllen. Im Vorfeld zur Gesellschafterversammlung bot sich den Beteiligten die Möglichkeit eine „ihrer“ Anlagen vor Ort selbst unter Augenschein zu nehmen. Anlässlich der ersten Gesellschafterversammlung am 24. April in Equarhofen wies Herr Krämer, Bürgermeister von Simmershofen, in seinen Grußworten auf die Thematik der nächtlichen Rotlichtbefeuerung hin. Positiv wurde jedoch die hohe regionale Wertschöpfung hervorgehoben. Geschäftsführer Erwin Keller griff diese Themen auf. Leider gebe es noch keine endgültig zugelassenen Systeme für ein Abschalten der Rotlichter bzw. eine sogenannte bedarfsgerechte Befeuerung. Jedoch seien mehrere Unternehmen an der Entwicklung entsprechender Lösungen, wie er aus seiner Tätigkeit beim Bundesverband Windenergie wisse, so Keller. Im Sinne der Anwohner werde man die Entwicklung und rechtliche Situation aufmerksam weiter verfolgen.

 

Zur Wertschöpfung dieser beiden Parks um Uffenheim wurden noch einige konkrete Zahlen genannt: Gemeinsam werden ca. 36 Mio. Kilowattstunden Energie pro Jahr produziert, was bedeutet, dass jährlich ca. 3,5 Mio. € Ertrag zu erwarten sind. Wenn man sich bewusst macht, dass beispielsweise eine Fläche von mindestens 2000 Hektar nötig wäre um denselben Betrag durch den Verkauf von Weizen zu erlösen, wird die Erhöhung der Wertschöpfung für den ländlichen Raum besonders deutlich. Während der ländliche Raum in der Vergangenheit hauptsächlich für die Ernährung gesorgt hat, hat er jetzt auch eine entscheidende Rolle als Produzent erneuerbarer Energien. Aus ökologischer Sicht erspart der durch die beiden Bürgerwindparks erzeugte Strom die Verfeuerung von täglich drei Lastzügen Braunkohle.

 

Dass die Themen umweltfreundliche und dezentrale Energieerzeugung auch in Ansbach groß geschrieben werden, beweist der "Tag der erneuerbaren Energien", der am Sonntag, den 26.04.2015, bereits zum 11. Mal  veranstaltet wurde. Im Zuge dessen nahm auch Ökonergie mit dem Bürgerwindrad bei Bernhardswinden teil, zu dem die zahlreichen interessierten Besuchern oftmals zu Fuß oder per Rad ankamen. Während für die Jüngsten das Wind-Spielzeug auch am Tag der erneuerbaren Energien ein wenig interessanter war als Einspeisemengen oder dezentrale Energieversorgung, konnten sich die interessierten Besucher über die Anlagen informieren, die ihnen an diesem Sonntag offen standen. 

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